Bücher im August

Fast den ganzen August waren noch Ferien, weshalb es hier deutlich tiefenentspannt war – und zu Tiefenentspannung gehört in dieser Familie lesen. Folglich wurden es dann doch schon wieder einige Bücher mehr…

Stoner: Roman
passte irgendwie gut zum Irving vom letzten Monat. Ein unaufgeregtes Buch, das ein bisschen traurig und ein bisschen fröhlich macht und einen irgendwie nicht loslässt, obwohl eigentlich nicht viel passiert. Also, es passiert schon ein ganzes Leben, aber eben sehr unaufgeregt. Hat mir gefallen.

Grau: Ein Eddie-Russett-Roman
von Jasper Fforde. Ich hab ja schon die Thursday Next Reihe von ihm gern gelesen, auch wenn die letzten Bände vielleicht etwas sehr verstiegen waren. Auch das ist ein typischer Fforde – abstrus im Quadrat. Aber auf eine sehr unterhaltsame Art und im Gegensatz zu vielen Kommentaren finde ich auch nicht zu kompliziert oder unlogisch, ganz im Gegenteil. Ich hätte gern noch mehr von Eddie Russett gelesen, scheint es aber nicht zu geben.

Hamlet. Prinz von Dänemark
Der Klassiker des Monats. So ganz hat sich mir ja nie erschlossen, wieso ausgerechnet dieses nun das Königsstück des englischen Theaters ist. Ich finde, Shakespeare hat sehr viel besseres geschrieben, aber ich probier es immer mal wieder…

Der Drachenzahndolch: Die Saga der Drachenrüstung
Je nun, All-Age-Fantasy. Las sich nett weg, nicht herausragend oder nachhaltig beeindruckend, aber durchaus nette Urlaubslektüre.

Du. Wirst. Vergessen.: Roman
Dystopien nehme ich ja immer gern. Dies ist durchaus eine von den besseren. Nebenbei: Kann mir jemand sagen, warum die Hauptfiguren in Dystopien IMMER weiblich zu sein scheinen? Ich hab bestimmt nichts gegen viele weibliche Charaktere, jedenfalls solange sie mal mehr Charaktereigenschaften haben als nur „weiblich“, aber ich finde es schon auffällig, dass mir in dem Genre noch nichts anderes über den Weg gelaufen ist. Allenfalls gibt es wechselnde Erzählweisen, die dann auch mal den männlichen Part haben, aber rein männliche Hauptfiguren hatte ich noch nie. Wie gesagt, dass ist keine Kritik, nur auffällig…

Ready Player One: Roman
Sehr, sehr gut. Wenn Sie die Otherland-Saga von Tad Williams mal gelesen haben und mochten, dann ist das was für Sie. Und wenn Sie in den 1980ern Teenager o.ä. waren, dann verspreche ich Ihnen Spaß.

Die Verratenen (Eleria-Trilogie)
und die beiden Folgebände „die Verschworenen“ und „die Vernichteten“ (sorry, aber die Verlinkerei ist wirklich nervig, ich bin stark am überlegen, das zu lassen, lohnen tut es sich nämlich auch nicht wirklich) sind Dystopien at it’s very best. Sehr spannend, sehr gut durchdacht, vielschichtig, gut erzählt. Die Autorin schafft es sowieso gerade zu meinen Lieblingen.

Saeculum
ist nämlich auch von ihr und hat mir auch ausnehmend gut gefallen. Besonders interessant bestimmt für alle Rollenspieler, aber auch so 1A Unterhaltung. Jugendliteratur, ja, aber richtig gute (offenbar genau mein Niveau, was auch immer das aussagt)

Die Buchmagier: Angriff der Verschlinger: Roman
Der zweite Teil der Buchmagier-Reihe von Jim Hines, mit dem ich mich ehrlich gesagt zu Anfang diesmal etwas schwer tat. Vielleicht ist der Humor etwas platter geworden und das ganze etwas weniger schön in der Sprache, vielleicht hat es mich auch nur schlecht erwischt. Aber ich finde, es lässt nach, leider. Die Prinzessinen-Reihe von ihm fand ich erheblich besser.

Zeitsplitter – Die Jägerin: Roman
Jugendliteratur, dystopisch. Ja, da zeigt sich ein Muster in meinem Leseverhalten… Das hier war wieder ein sehr gutes, mit schönen Figuren und Entwicklungen und gut gemachtem Zeitreiseanteil. Da würde ich sehr gern einen zweiten Band von lesen.

3096 Tage
Natasche Kampusch erzählt beeindruckend ihre Geschichte.

Hammered (with bonus short story): The Iron Druid Chronicles, Book Three
Von der Chronik des Eisernen Druiden liegen im deutschen leider erst zwei Bände vor. Ich hab extra beim Verlag angefragt, die Übersetzung der Bände 3-7 ist geplant, Veröffentlichung erfolgt ab Frühjahr 2015 alle halbe Jahr ein Band. Tut mir leid, so geduldig bin ich nicht, da lese ich lieber auf englisch weiter. Die sind nämlich wirklich gut. Fantasy mit genug Humor und abgedrehten, abstrusen Auswüchsen, um mir zu gefallen. Band drei schlägt wüst durch mehrere Götterhimmel und macht einfach Spaß. Da folgen in den nächsten Listen garantiert die weiteren Bände. Ausgesprochen schade finde ich das langsame Veröffentlichen der deutschen Bände allerdings für die Jungs, die die Bücher lieben würden.

So, wie immer sind die links Affiliate-Links zu Amazon, es wäre nett, wenn Sie die nutzten für etwaige Bestellungen und überhaupt: Liest diese Buchlisten irgendwer oder soll ich mir die sparen?

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3 Antworten zu Bücher im August

  1. Tagpflückerin schreibt:

    Ich lande immer wieder bei Dystopien, von Jugend an. Und seit der Älteste groß genug ist, versuche ich ihm den einen oder anderen Band anzudrehen. Sogar solche mit männlichen Hauptpersonen (es gibt sie, vereinzelt) lehnt er ab. Vielleicht sind die Hauptcharaktere darum meist weiblich, weil die Leserschaft weiblich ist (wobei ich das gar nicht begreifen könnte). Ist doch alles da, was auch (junge) Männer gern lesen, finde ich. Danke für deine Buchliste.
    lg Petra

  2. Nicole schreibt:

    Ich les die, immer.
    Weil ich zu faul bin mir selbst adäquaten Lesestoff rauszusuchen. Und weil ich weiss, dass mir die hier vorgestellten (meist) auch gefallen. Jawohl. Also bittedanke unbedingt weitermachen.

  3. susa schreibt:

    ich les` auch. und ich klick jetzt auch mal auf nen link, versprochen !

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