Gut gemeint ist nicht gut gemacht

Passend zum Welttag des Buches:

Weil ich die Jungs ein paar Geschenkkarten von Thalia hatten und wir auch den Tolino haben (den ich um Klassen besser finde als den kindle), habe ich neulich mal wieder (versucht) ein e-book dort zu kaufen.

Tja. Diesmal hat es ihre überaus schlecht funktionierende Suchmaske (ehrlich, miserabler ist nur noch die von der onleihe, die mir immer zig Titel liefert, die mit der Suchanfrage wirklich nicht das geringste zu tun haben) geschafft: Weil ich einmal zu viel einen neuen Titel suchte und nicht nach jedem klick kontrollierte, landete ich statt beim e-book bei dem paperback und dieses im Warenkorb. Fiel mir 10 Minuten später auf (weil ich nämlich immer noch nicht downloaden konnte), also wollte ich stornieren. Wohlgemerkt: Sonntagabend, irgendwas um 21.00 Uhr.  Ich erhielt nach 1,5 Stunden (!) die Mitteilung, die Bestellung sei bereits im Versand, der Stornowunsch werde dorthin weitergeleitet, es sei aber evtl. nicht mehr möglich zu stornieren. Natürlich kam prompt am nächsten Tag die mail, ihr Buch ist verschickt. Ja, zum jubeln…

Nun darf ich es auf eigene Kosten zurückschicken. Natürlich kann man sagen selbst Schuld, musst halt ordentlich gucken. Ok. Aber ich muss auch mal feststellen: Auch das (neben einer anständig funktionierenden Suchmaske) kann Amazon um Klassen besser. In meinem Frust schickte ich eine etwa genauso lautende mail an Thalia. Und bekomme was zurück? Richtig, eine Antwort mit Null Bezug aus Standard-Bausteinen, wie ich denn auf eigene Kosten zurückschicken kann. Ich hasse es wie die Pest, wenn auf Kritik so überhaupt nicht reagiert wird, das ist ganz schlechter Stil. Darum kotze ich mich jetzt hier noch mal aus. Bringt auch nicht mehr, erleichtert aber. Und für mich ist klar: Thalia in Zukunft nur noch im Notfall.

(Zum Amazon-Bashing, dass im Moment ja mal wieder angesagt ist: Diesen ARD-Bericht, auf den sich die meisten dabei beziehen, fand ich hochgradig reißerisch und unseriös gemacht, weshalb ich mindestens mal 50% der Vorwürfe streiche. Was dann noch übrig bleibt mag in Teilen – wie der Wachfirma – unschön sein. Auf diese Teile hat Amazon prompt reagiert. Und Leiharbeit ist keine Erfindung von Amazon, ebensowenig wie die Ausbeutung der Arbeiter, das ist systemimmanent. Ich hab schon vor 20 Jahren mal ein Jahr lang Leiharbeit bei der Sparkasse gemacht, die in diesem Bereich die Hälfte ihrer Leute von Leihfirmen hatten und das sicher nicht, um Saisonspitzen abzufangen.)

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