Bibliophiles Glück

Ein gutes Buch nur häppchenweise lesen, weil es die Qualität eigentlich unmöglich halten kann und bestimmt gleich schlechter wird. Weil auch ein 800 Seiten langes Buch ja irgendwann zu Ende ist – und das soll es nicht sein.

Und immer wieder von neuen tollen Wendungen überrascht werden, noch besseren Ebenen der Geschichte.

Unbezahlbar.

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Gut, das Ende ist vielleicht ein klein wenig holprig und es bleiben ein paar Fragen offen; da erkennt man das Erstlingswerk. Trotzdem riesengroße Empfehlung, jetzt schon Anwärter auf den Titel “Buchentdeckung des Jahres”.

Und ich weiß, dass ich die nächsten Monate seine anderen Bücher lesen werde. Das nächste hat mich bereits auf der ersten Seite.

(Elantris von Brandon Sanderson, übrigens)

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16 Jahre

Nichts auf der Welt, was mich so glücklich macht wie meine Kinder. Genauso, wie sie sind.

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Jedenfalls solange, bis man auf der Suche nach dem verbummelten USB-Stick die Schubladen der Söhne öffnet… Himmelherrgottsakra. Stapel loser Zettel da verstecken war NICHT was ich meinte mit “räumt Euren Schulkram auf”. “Ja, haben wir ganz brav gemacht…”. Ich krieg’ die Krise…

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Kompetenz…

Gestern habe ich extra im Rathaus angerufen, um zu fragen, ob die Teenager ihre neuen Ausweise allein beantragen kommen können. Ausführliches Gespräch, die Dame schaut auch nach den Daten in ihrem Rechner, eindeutige Antwort: “Ja”. Heute sind die Jungs da und hören: “Ein Elternteil muss dabei sein”. Ich HASSE sowas.

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Heute alle zusammen hin und hören: Ach, sie sind ja bald 16, da hätten sie auch allein kommen und die Ausweise beantragen können. Kopfweh…

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Voltaire, Tucholsky und Luxemburg

“Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie äußern dürfen.” Voltaire

“Was darf die Satire? Alles.” Tucholsky

“Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersdenkenden”. Luxemburg

Diese drei – im genauen Wortlaut z.T. umstrittenen – Zitate drücken alle eins aus: Meinungsfreiheit ist eines der höchsten Güter überhaupt. Ein Freiheitsrecht, das weder Regierungen noch Fanatiker angreifen dürfen. Für das jeder Einzelne aufstehen sollte.

Über die Grenzen dieser Freiheit ausgerechnet einen Tag nach dem tödlichen Anschlag auf Charlie Hebdon diskutieren zu wollen ist mehr als unsensibel.

(Und ja, das bedeutet auch, dass die Leute von Pegida auf die Straße gehen dürfen. Ich wäre immer auf der Gegendemo, aber ich würde ebenso lauthals protestieren, wollte man den … mit fällt keine nicht-justitiable Formulierung ein… verbieten, ihre verbohrte und verquere Meinung laut zu sagen. Darum geht es nämlich bei der Meinungsfreiheit: auch zuzulassen, was wehtut.)

Und darum bin ich Charlie.

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Gelesen 2014

Eine kurze Zählung eben ergab 93 gelesene Bücher dieses Jahr (ok, vom letzten fehlt mir noch die Hälfte, ich zähl das trotzdem mit). Ein guter Schnitt. Ich schulde Ihnen noch die Aufzeichnung für die letzten vier Monate, diesmal ohne Verlinkung zu Amazon, weil sich der Aufwand für mich einfach nicht lohnt. Ich bin sicher, wenn Sie was interessiert, sind sie in der Lage, das beim Buch-Dealer Ihres Vertrauens selbst zu finden.

Von Kevin Hearne habe ich mit großer Begeisterung die Druiden-Reihe zu Ende gelesen (auf Englisch, da meine Geduld für die deutsche Übersetzung bei weitem nicht reicht), also

Tricked, Trapped, Hunted, Shuttered. Außerdem die zugehörigen Kurzgeschichten Two ravens and one crow sowie Grimmoire of the lamb. Wundervoll, genau mein Ding, ich warte sehnsüchtig auf die Fortsetzung und bin Mr. Hearne ein klein wenig böse, dass er momentan an was anderem schreibt…

Happy Hour in der Hölle. Der zweite Band der Bobby Dollar Story von Tad Williams. War nicht ganz so gut wie der erste, kostete mich gerade am Anfang Durchhaltevermögen. Trotzdem immer noch eine Empfehlung, wenn auch verhaltener als am Anfang.

Der Circle. Ja, nun ja. Das Gefühl, das alles schon mal und besser gelesen zu haben. Kann man, muss man aber nicht lesen und überzeugende Charaktere gehen anders.

Sturmnacht – Harry Dresden 1. Nachdem mir die Harry Dresden Reihe beharrlich immer wieder empfohlen wurde, habe ich mal angefangen. Den ersten Band durch, den zweiten noch begonnen. Richtig packen tut es mich nicht, auch wenn sich der Plott ja nett liest aber – irgendwas fehlt.

Die Auslese. Mal wieder eine Jugenddystopie und wie ich finde eine von den guten. Auch da steht der angekündigte zweite Teil schon auf dem Wunschzettel.

Die Bestimmung (alle drei, mittlerweile vier Teile) von Veronica Roth. Große Empfehlung! SO muss Jugenddystopie. Um Klassen besser als die Hunger Games.

Die Abnormen sowie A better world, Teil 1 + 2 der Brilliance-Reihe von Marcus Sarkey. Hat mir auch sehr, sehr gut gefallen.

Der träumende Turm. Dritter Teil der Falk und Fischer Reihe von Simon R. Green. Und da muss ich leider sagen, die haben stark nachgelassen, schade.

Der Hüter der Erinnerung. Ja, weil ich gerade die Plakate der Verfilmung gesehen habe. Tja, fängt gut an, mit einem sehr schönen Ansatz, aus dem man viel hätte machen können. Was leider nicht geschehen ist. Das Ende ist mir zu schnell, zu unvollständig, da wäre so viel mehr drin gewesen. Vielleicht kann der Film da was verbessern.

The Blood of Olympus von Rick Riordan, der letzte Teil der Halbgötter-Reihe. Ich schrieb schon mal in einem anderen Post dass und warum ich diese Bücher sehr liebe, dieses ist da keine Ausnahme. Gesehen, dass Mr. Riordan jetzt eine Reihe mit den nordischen Gottheiten anfängt, da freue ich mich schon drauf. Sollten Sie es noch nicht getan haben, dann lesen Sie die Bücher, beginnend mit den Percy Jackson Bänden. Ach ja und the staff of Serapis, Kurzgeschichte dazu, hab ich natürlich auch gelesen.

Nightside 1 +2 von Simon R. Green. So ähnlich wie Harry Dresden, mir aber etwas mehr liegend. Keine Ahnung, ob ich da weiter lese, wahrscheinlich nur, wenn mir arg langweilig wird, was eher nicht zu erwarten steht.

Null-Null-Siebzig: Mord in Hanzhou. Ähm, also. Ja, das ist so meine Trivial-Krimi-Reihe, nett und, ach lassen Sie uns über was anderes reden, das ist ja peinlich.

Tausend Tode schreiben herausgegeben von Christiane Frohmann. Ging durch so ziemlich alle Blogs und das zu Recht. Hab mich drin festgelesen, sehr gefesselt. Nur wenige Autoren, mit denen ich gar nicht konnte. Aber man muss Kurztexte mögen.

Der wispernde Schädel von Jonathan Stroud. Zweiter Teil der Lockwood-Reihe. Nicht mehr ganz so toll wie der erste, aber immer noch nette Jugendliteratur, so zum weglesen fein.

Der Meister der Türme von David Alexander. Qualitätsfantasy. Gute Charaktere, die nicht nur gut ober böse sind, sondern glaubhaft. Schöne Welt, gute Geschichte. Vielleicht etwas hastig am Ende, aber sonst: top.

Veyron Swift: Das Juwel des Feuers von Tobias Fischer. Dieses Buch hätte ein Lektorat gebraucht, aber sowas von dringend! Nicht nur wegen der Rechtschreibfehler und der dauernden Verwendung von “allein nur”, die mir jedesmal die Fußnägel aufrollte. Auch weil ich Dinge wie “wir starten in New York, fliegen nach Europa, immer der untergehenden Sonne entgegen und sind nach ein paar Minuten über dem Atlantik” einfach nicht verzeihe. Vor allem aber, weil das Buch ein Korsett gebraucht hätte, eine Form. Es will zuviel und macht dadurch nichts wirklich richtig. Jugend, Horror, Fantasy, noch mehr Fantasy, Agentenstory alles will rein. Die Sprache kann sich nicht für eine Zielgruppe entscheiden und ich habe selten so unlogisch und nicht nachvollziehbar handelnde Charaktere gesehen. Ist wirklich schade drum, denn da wäre was drin gewesen…

Nexus von Ramez Naam lese ich grad noch. Ist erstmal spannend, auch wenn ich es im zweiten Kapitel fast in die Ecke geworfen hätte… Science Fiction in nicht allzu ferner Zukunft mit nicht allzufernen Szenarien. Mal sehen, ob ich noch was dazu schreibe, wenn ich durch bin.

So, das muss an Jahresrückblick reichen.

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Traditionen

Wer hier länger liest, der weiß, ich habe es nicht so mit Traditionen, in keinem Bereich.

Was aber absolut immer geschieht beim ersten Schnee der Saison: Ich rufe meine Mutter an und teile meine absolute Freude über “Es schneit! Es schneit!”. Das war so, als sie drei Kilometer weiter wohnte, das ist jetzt so, wo sie 500 km weit weg wohnt, das wird immer so sein.

Und nun genieße ich, dass ES endlich SCHNEIT!

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Make it so!

Still in love:

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