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geht manchmal auch noch mit zehn Jahren.

Wenn Sohnemann mir erklärt, warum er plötzlich an das oberste Fach des Kühlschranks rankommt, um den Ketchup rauszuholen. Nicht etwa, weil er mal wieder 5 cm gewachsen ist, nein, sondern: „Liebe verleiht Flügel. Und ich liebe den Ketchup“.

Deshalb nämlich :) .

ist erst, wenn das Planschbecken in Betrieb ist.

Alle zwei bis drei Jahren gibt es ein neues Planschbecken – danke, liebe Katzenkrallen – meist etwas größer als das letzte, dafür können wir jetzt auf Piraten-Motive verzichten, und ab und an neue Plätze zum Aufstellen. Aber der Spaß, der ist jedes Jahr gleich riesig groß.

plansch 2009Wenn sie irgendwann wirklich zu „erwachsen“ dafür sein sollten, dann wird mir dieser Teil des Sommers sehr fehlen.

Nach einem zu 97% friedlichen Tag mit den schon im Schlafanzug befindlichen Jungs noch ein Stündchen auf der Terasse sitzen, die Dämmerung betrachten, die Stille genießen, ein bißchen erzählen.

Und prompt schlafen sie heute morgen eine Stunde länger und sind friedlich. Na also. (Und ich hab’ jetzt nix gesagt und klopfe dreimal auf Holz…)

sind ja eigentlich eine tolle Zeit.

Kein frühes Aufstehen mit Wecker und Antreiben der unwilligen Kinder, keine Hausaufgaben, keine Termine, zu denen gehetzt werden muss, kein abendliches ins Bett jagen der Kinder, obwohl es noch hell und lau ist, weil sie ja morgen wieder früh aufstehen müssen.

In der Realität wache ich etwa 30 Minuten nach der schulzeitlichen Weckerzeit davon auf, dass die Kinder sich ankeifen und im hohen Diskant wechselseitig beschimpfen bzw. mir mitteilen „der hat mich gehauen/getreten/angeatmet“. Dann bin ich den halben Vormittag damit beschäftigt, sie dazu zu nötigen, sich wenigstens halbwegs zu zivilisieren, also beispielsweise ihrer Zahnbürste mal Hallo zu sagen.

Keine Schule, keine Hausaufgaben, keine Termine führen dazu, dass spätestens um 9.30 Uhr das erste Mal der allgegenwärtige Ferienruf erklingt: „Mir ist so langweilig“. Alle gemachten Vorschläge werden sofort abgeblockt mit „nö“. Oder „will ich nicht“. Meine Kinder lesen gern und viel. Im Prinzip jedenfalls. Momentan haben sie alles gelesen. Jaha, alles. In unseren Haushalt stehen etwa 2500 Bücher. Grob geschätzt wären bestimmt 350 davon für sie geeignet. etwa 5 davon haben sie bisher gelesen (das alles jetzt außerhalb ihrer eigenen Bücher und des Bibliothek-Sortiments). Der Rest ist „mag ich nicht“ oder „nö“. Natürlich ohne mir sagen zu können, was sie mögen oder nicht mögen, warum manche Bücher toll sind und andere nicht. Zur Bücherei wollen sie natürlich auch nicht.

Wenn es nach ihnen ginge, dann würden sie den ganzen Tag spielen, am Computer oder mit dem DS oder der Wii, gerne in der Reihenfolge. Aber die armen Kinder haben eine Rabenmutter, die das nicht erlaubt bis auf manchmal, wenn sie Ruhe braucht oder selbst spielen will.

Ab und an spielen sie ein paar Stündchen mit den Nachbarsfreunden. Bis sie sich derart Rangeln, dass einer heult. Was natürlich kein Grund ist, am nächsten Tag nicht das Gleiche zu tun. In zwei Tagen fahren die Nachbarsfreunde für drei Wochen weg…

Bis ihr liebster Freund fünf Tage zu Besuch kommt dauert es noch zwei Wochen. Bis unsere Kurztripps anliegen noch etwa drei Wochen. Ja, ich bin ein wenig verzweifelt. Ich kann noch nicht einmal das Auto nehmen und mit ihnen irgendwas unternehmen, weil der Miest-Mann momentan nicht mit der S-Bahn fahren kann, weil bei der Berliner S-Bahn gar nichts mehr geht. Also kann ich auch sonst mit ihnen kaum hier weg.

Und eigentlich habe ich auch den Anspruch, dass es doch möglich sein muss, eine halbwegs harmonische Zeit mit meinen Kindern hier zu verbringen. Was bin ich für eine Mutter, wenn hier keine Stunde ohne Gekeife vergeht, weil diese kleinen Mistkäfer einfach nur noch motzig sind? Liegt es nicht vor allem an mir? Sollte ich ihnen nicht einfach nur Harmonie und Ruhe vorleben und alles wird gut?

Vielleicht gibt es nächstes Jahr ein Feriencamp. Oder möchte jemand von ihnen Probe- oder Tauschkinder? Woanderns sollen sie immer ganz lieb sein…

Momentan wird nicht mal aus den lauen Abenden etwas. Erstens wegen des Wetters (gegen das ich eigentlich gar nix habe, ist mir lieber als brütende Hitze), zweitens weil ich irgendwann einfach will, dass sie aus meinen BlickGehörfeld verschwinden und Ruhe ist.

Ferien sind nicht einfach.

(Ja, ich weiß. Dies ist ein jährlich wiederkehrendes Jammerposting. Und so an vielen Stellen zu finden. Aber ich musste jetzt einfach mal jammern. Und keine Bange, ab und an können wir die Ferien auch genießen).

Bin ich eigentlich die einzige, die morgens die übrig gebliebene Soße Bolognese gern direkt vom Löffel frühstückt?

Wenn der Schmetterlingsflieder seinem Namen mal wieder alle Ehre macht und ein ständiges Geflatter ist, dann kann sich Frau Miest sich kaum sattsehen und so 150 Fotos sind mal gar nix…

können wir diesen Tag dann mal bitte gepflegt.

Erst teilt der absolute Lieblingstrainer des Sohnes mit, dass er den Verein verlässt, höchst emotional das ganze und wahrscheinlich mit zwei anderen Trainern, so dass absolut unklar ist, wie es nach den Sommerferien weitergeht -

und dann muss dieser blöde Dattelkern mir ein Stück vom Zahn abbrechen. Das fühlt sich sehr fies an und ich ahne, dass ich meine Zahnärztin nächste Woche öfter sehen werde, als mir lieb ist.

MIST

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warum die Kinder immer den Deckel auf den Wäschekorb machen sollen oder

Katzen sind echt merkwürdige Viecher:

Heute war der Korb zu, weshalb die doofe Katze natürlich versuchen musste, ihn zu öffnen, während sie darauf stand. Also fiel der Korb mit Katze um und der Deckel, ebenfalls fast mit Katze, die Treppe runter.

Katzen verbreiten Ruhe und Gemütlichkeit. Jedenfalls, wenn sie nicht gerade spinnen…

Auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Dame ;-) – und weil es wirklich eine riesige Arbeit war, die sich allerdings gelohnt hat, hier ein paar Bilder vom neuesten Tuch, den Wings of Horus:

Es ist groß und wunderschön und leicht, auch wenn die etwa 1200 Perlen mehr nach unten ziehen, als ich gedacht hätte.

Vielen Dank Kalinumba für das tolle Muster und die Anleitung zum Perlen einstricken.

Und jetzt tauche ich wieder ab in die Blog-Unlust.

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