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jemand gerade einen wirklich netten Zeitvertreib sucht:

Spielen Sie mit den Enten

Dusslige Orthopäditechnikerinnen, die noch dussligere Chefinnen haben, die können mir gehörig den Nachmittag vermiesen – an dem eigentlich alles super war, weil das Warten auf den Bus zu fünf völlig ungeplanten und völlig genialen neuen Kleidungsstücken führte.

Zum Glück kam es wie schon geahnt und die weltbeste Krankenkasse hat alles wieder gerichtet. Nur die zusätzliche Fahrerei, die ich jetzt habe, die ist umsonst gratis. Aber wer weiß, was ich dabei noch finde…

Was man bitte so gar nicht möchte ist am zweiten Tag der Klassenfahrt geweckt zu werden von einem Anruf seiner Kinder mit dem Inhalt „es ist alles ganz furchtbar, kannst du uns bitte abholen?“. Besonders, wenn man dieses eben nicht kann.

Ein Rückruf bei der Betreuungsperson ergab: Alles halb so wild, das größte Problem ist das eine Kind, dass ein Handy mithat, halbstündlich zu Hause anruft und nicht nur sich sondern auch alle im näheren Umkreis in unüberwindliches Heimweh redet.

Noch eineinhalb Tage, die halte ich doch durch, oder?

Der Muskelkater ist dann richtig stark, wenn man nach kurzem Sitzen nur unter Schmerzen aufsteht, die Treppe sehr, sehr vorsichtig und langsam, jede Stufe einzeln nehmend und unter leisem Maunzen runtergeht.

Auch wenn es noch nicht November ist, seit einiger Zeit will ich etwas schreiben, was vielleicht zum zwanzigsten Jahrestag des Mauerfalls passt. Etwas, an das ich jedesmal denken muss, wenn ich aus der Stadt raus fahre. Wirklich jedes Mal.

Ich bin in Berlin zwar nicht geboren, aber aufgewachsen seit ich sechs Jahre alt war. Also vollständig in dieser Stadt sozialisiert. Und wie für jeden, der vor 1989 hier groß geworden ist, so war auch für mich die Mauer etwas völlig normales. Sie war da, sie gehörte dazu. Wenn ich auf dem Balkon unserer Wohnung im achten Stock stand, dann konnte ich sie recht nah sehen, auch den breiten Streifen dahinter, in dem nichts war, nichts außer Türmen in regelmäßigen Abständen, einer Straße und sehr selten mal einem Fahrzeug. Die einzige Blickrichtung übrigens, die so etwas wie Horizont bot. Der Sonntagnachmittagspaziergang führte meistens an der Mauer entlang, weil da das wenige Grün der Gegend war und außerdem kam man da zum Reiterhof.

In der Schule lernte man etwas darüber, warum die da stand und was sie bedeutete. Nicht, dass ich mich aktiv daran erinnern könnte, das gelernt zu haben, aber es wird schon so sein. Aber bitte: die war vor meiner Geburt gebaut worden, also war sie quasi antik, nicht wahr? Normal eben.

Später hatte sie nützliche Seiten: man konnte sich in Berlin nie verfahren. Im Zweifel fuhr man in irgendeine Richtung bis zur Mauer und daran entlang, bis man wieder wußte, wo man war.

Bei jedem Besuch der Familie in Wessiland (bitte: das hieß einfach so. Das war nicht wertend. Aber alles was nicht Berlin und nicht DDR war, das war Wessiland. Punkt.) gab es dieses Zeremoniell: Schon bei der Abfahrt die Frage „habt Ihr alle eure Ausweise dabei? Gebt mal alle her“. An der Grenzkontrolle stand man immer mindestens 15 Minuten. Und wenn man das einzige Auto war, 15 Minuten wurde gewartet. Ich sehe noch die Schlangen vor mir, bei der Anfahrt das Ratespiel, wo mag es heute am schnellsten gehen? Dann die Ermahnung der Eltern „setz dich gerade hin, mach keinen Unsinn, lach nicht“. Etwas, dass die Stimmung vielleicht am besten beschreibt, dieses „lach nicht“. Lachen war suspekt, nicht freundlich. Die Grenzbeamten lächelten nie. Wenn man auf die Frage nach dem Reiseziel etwa wagte zu antworten „Helmstedt“, dann wurde man angeschnautzt „Sie meinen wohl den Grenzübergang Marienborn“  – und wartete noch 20 Minuten mehr. In den allermeisten Fällen ging es dann schnell; rausgewunken und durchsucht wurde nur selten, aber ein paar Mal hatten wir auch das.

Im Transitgebiet dann immer die Frage „an welchem Intershop halten wir diesmal?“. Etwas, das für mich für immer mit dem Namen Michendorf verbunden sein wird. Das fahren im eisernen Tempolimit, mit ständigem Gucken nach versteckten Kontrollfahrzeugen. Und es gab sie immer. Hinter Brücken zum Beispiel. Das Wissen, egal was passiert diese Autobahn nicht verlassen zu dürfen. Keine der Abfahrten war erlaubt. Transit halt. Was rechts und links davon lag, war für mich als Kind so fern wie der Mond, unerreichbar.

Und dieses unbeschreibliche Gefühl für ein Berliner Kind Felder zu sehen. Wiesen, Wälder, Äcker. Landschaft. Einfach Landschaft ohne Häuser. Das war eben nur möglich, wenn man richtig weg fuhr. Keinen Ausflug, sondern Urlaub, woanders hin. Nur dann gab es das. Diese Landschaft, das war immer schon ein Teil des Urlaubs, ein Geschenk am Anfang und der kleine traurige Tropfen am Ende zum Nicht-Sattsehen-können. Genauso exotisch wie das Meer und ebenso so schön.

Dieses Staunen, das meinte ich am Anfang. Das habe ich heute noch jedes einzelne Mal, wenn ich losfahre und hier Landschaft ist. Einfach so. Ich kann in diese Dörfer fahren oder kann eine Stunde im Kreis fahren und wiederkommen, einfach so. Kann das Auge sich sattsehen lassen am Grün, am Himmel und am Horizont. Ich bin dankbar dafür, jedes Mal und ich glaube, ich werde es nie wirklich als selbstverständlich nehmen.

Ich weiß von einigen Berlinern, dass es ihnen auch so geht. Und ich weiß, dass ich dieses Gefühl nicht wirklich jemandem vermitteln kann, der woanders lebt. Oder jemandem, der Berlin nie mit Mauer er-lebt hat.

Es ist ein bißchen, als ob Ihnen jemand das Meer vor die Tür gepackt hat: Wunderschön und toll, aber immer noch ein wenig surreal, auch nach zwanzig Jahren.

Offenbar ist das, was Sohn Nummer eins die letzten fünf Tage auf Schonkost setzte, meine Nächte verkürzte und uns alle irritierte, weil so atypisch, doch etwas virales. Jedenfalls reagiert mein Bauch jetzt sehr solidarisch.

Der Frühlings-Ferientag heute hätte optimaler kaum sein können:

fruhlingscollage

Und auf besonderen Wunsch zweier Herren eine Auswahl der heutigen Sondermodelle:

lego1

macht es mich sehr glücklich, zu sehen, dass meine Kinder nicht nur rabenfreche Vorpubertisten sind, sondern eben auch noch wirklich Kinder, die es richtig strahlen lässt, wenn sie auf der Terasse mit der Murmelbahn und viel Wasser rumplörren dürfen. Kostbare kleine Momente.

Also wenn ich diese diversen Postings lese von den Mummybloggern (sorry, das musste jetzt sein ;) ), die gerade fleißig den HP-SuperduperDrucker testen – da werde ich kein bißchen neidisch.

Ich habe nämlich schon ‘nen tollen HP-Drucker, wenn auch nicht ganz so neu und leider auch ohne Bügelfunktion, aber vollauf zufriedenstellend (nein, NOCH bekomme ich kein Geld für diese Aussage…). Also das Angebot hätte ich gar nicht haben wollen.

Aber. Ich würde ja liebend gerne mal für Can.on testen. Irgendeine schicke neue Camera. Am liebsten die 5 D Mark II… Ich würde versprechen, viele, viele Fotos zu machen und auch viel drüber zu schreiben :-) . Hach, das wäre schön. Ein Weitwinkelobjektiv, das könnte ich auch gut testen. Ganz ausgiebig.

Oder jedes beliebige McBo.ok. Da könnte ich schon fast vorher zusichern, nur positiv drüber zu schreiben…

Ach ja, man wird ja wohl so ein bißchen träumen dürfen.

ist krank sein doof. (Und kranke Kinder, die nachts alle 90 Minuten Mutterns Schlaf unterbrechen, die wecken ganz böse Erinnerungen an längst vergangene Zeiten). Aber manchmal, da hat es auch seine Luxusseiten:

Ansonsten hätte ich eigentlich einiges zu bloggen, zum Teil sogar gedanklich schon formuliert, bin aber zu faul und seit heute auch zu genervt vom aus dem Urlaub zurückggekehrten Nachbarn, der natürlich sofort feiern muss, dass er wieder da ist… (Alle anderen drum herum haben die letzten Tage so genossen, ganz ausdrücklich).

Demnächst mehr. Vielleicht.

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