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Ein klein wenig überkommt mich Angst, denn der meistverfluchte Nachbar rüstet mit Grill (!) und diversen Schüsseln auf der Terrasse offenbar zur Party. Ich setze auf den Permafrostboden im Garten und die Schweinekälte (die ich übrigens sehr mag, auch sonst so), die sie vielleicht doch drinnen hält. Glauben tue ich es aber nicht. Und wie ich den kenne, lärmt er bis morgen früh *heul*.
Bei mir mal wieder anders, weil diese ganzen im Moment rumfliegenden Stöckchen mit bestes/schönstes/mehr oder weniger und überhaupt, die mag ich nicht. Dazu war das Jahr zu lang, mein Gedächtnis zu schlecht und ich schwanke doch eh’ immer so in der Stimmung.
Also befrage ich einfach mal meine Strickstrichliste (sagen dieses Wort zehnmal hintereinander. Wenn es nicht mehr geht, dann haben Sie genug getrunken) und teile mit, was ich sonst hier so selten thematisiere:
2008 brachte
29 Paar Socken
2 Schals
6 Mützen (davon allein fünf mehr oder weniger nach Art der Frau Kaltmamsell)
4 Paar Handstulpen
und 3 große Lace-Tücher, davon eines wirklich riesig.
Dafür, dass ich eigentlich immer und ständig am Stricken bin nicht gerade viel, aber immerhin hat vieles davon auch das Haus verlassen zu Tausch- oder Geschenkzwecken, so dass hier andererseits noch nicht alles überquillt.
So, das war’s. Mehr Jahresrückblick findet hier nicht statt.
Wenn nicht ganz die halbe Nachbarsfamilienkinderschar mal wieder zu Besuch ist und Sohn Nummer 1 mit dem 12jährigen Monopoly spielt, während Sohn Nummer 2 den 3jährigen hingebungsvoll durch seine (verstaubte) Autokiste führt und auch das Playmobil runterholt, dann lausche ich dem sehr entspannt und mit einem milden Lächeln im Gesicht (vor allem, weil zwei Stunden später zwei der Kinder das Haus wieder verlassen…).
Ich mag dieses Ausleihen von Großfamilienfeeling.
Ein wunderschöner Tag gestern, voller Lachen und Freude.
Heute genießen wir die Ferien (und bedauern den armen Miest-Mann, der arbeiten muss) und dass die Kinder nicht mehr gar so klein und niedlich sind, denn wir konnten ausschlafen und feststellen, dass auch die Söhne Nachtmenschen sind, die um 0.30 Uhr wesentlich fitter sind als am nächsten Morgen um 11.00 Uhr (warum kicherte der Postbote eigentlich, als ich um 12.30 Uhr „guten Morgen“ wünschte?).
Jetzt regiert das familienweite Bedürfnis nach Ruhe nach einem Tag voller Lärm. Es wird Schach gespielt, gelesen, kaum geredet und gar nicht gemotzt. Mehr davon, bitte.
Wer heutzutage auszieht, das Fürchten zu lernen, der braucht lediglich die Chats in Online-Spielen zu lesen. Jedem, der Sprache mag, blutet das Herz.
Der zweite Tag des ohne familiäre oder sonstige Pflichten Rumgammelns ist fast vorbei, heute waren wir sogar mal eine Stunde draußen, die Kinder mussten dringend gelüftet werden.
Die Weihnachtsgeschenke sind zusammengebaut, angespielt, angelesen, ausgiebig betrachtet und bewundert (und zum Teil noch heilig Abend spontan innerhalb der Familie getauscht) worden; die Bäuche sind kugelrund wohlig gefühlt.
Auf dem neuen Sofa haben wir alle vier gemütlich Platz, es sind noch mehr als genug Kerzen und Kekse da und ich kann mich ins Tuch gehüllt langsam wieder aufwärmen – also: Uns geht’s gold.
Morgen wird ein wenig eingekauft, denn Sonntag ist den ganzen Tag spielen mit Freunden angesagt, da wollen noch vier Mägen mehr mit Leckerein gefüllt werden. Ja, doch, darf so bleiben.
Ich hoffe, Ihnen geht es auch gut und die Weihnachtsstreiterein halten sich in Grenzen.
Das neue Sofa ist da und sehr groß, sehr zentral und in rot und gold sehr weihnachtlich.
Der Baum ist aufgestellt und geschmückt, zur Feier des Sofas in rot und gold.
Die Kinder sind aufgeregt, die Geschenke noch nicht verpackt, drei Dinge (nur Lebensmittel) müssen morgen noch gekauft werden.
Schnee ist leider keiner, aber langsam doch Vorfreude.
Ich wünsche Ihnen friedlich, fröhliche und wundervolle Feiertage.
Da stehe ich ja drauf:
Telefonische Kaltaquise eines Stromanbieters, der ausfallend und verarschend wird.
Boah, da könnte ich sowas von durch die Leitung langen…
Meine Güte, meine Haare sehen derart gut aus, ich erschrecke mich jedesmal, wenn ich an einem Spiegel vorbeikomme (von wegen, „erschrecken“ sei intransitiv!).
Da draußen vor meinem Fenster ist der so ungefähr schönste Seufz-Himmel: Silouetten kahler Winterbäume vor dem typischen Winter-Sonnenuntergangshimmel, der von warmen gelb über zarte Lilatöne ins Dunkelblaue reicht. Unbeschreiblich und erst recht unfotografierbar. Muss einfach so genossen werden. Laut seufzend.


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