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Es ist ärgerlich, wenn man gestern sorgfältig und voller Vorfreude die Beleuchtung draußen angeschlossen, verkabelt, gesteckt, aufgehängt und begutachtet hat – und heute früh feststellt, dass die lieben Wildschweine in der Nacht das sauteure Außen-Verlängerungskabel durchgeknabbert haben, das ausnahmsweise mal einen Meter lang auf dem Boden lag.

Also so schön es ist, morgens auf der verschneiten Terasse Frischlingspuren zu finden – auf so etwas kann ich verzichten. Ebenso wie auf die 20 zerknabberten Plastik-Ostereier vor zwei Jahren.

Würde jetzt mal bitte jemand den Nachbarn zwingen, das Loch in seinem Zaun zu schließen, durch die das die Herden hier immer reinkommen?

Wie jedes Jahr feierliche Eröffnung der Adventszeit mit dem ersten Hören des Schweihnachtsmannes.

Wie jedes Jahr freuen sich alle einen Kullerbauch und singen/sprechen begeistert mit.

Wie jedes Jahr wird er noch oft gehört und sehr geliebt werden. Hach. Große Empfehlung.

(Und Kerze und Plätzchen und Deko und Lichter gibt es auch).

Manchmal fallen mir abends im Bett krude Dinge ein (wem nicht?).

Zum Beispiel Worte, die ich dringend häufiger benutzen sollte, weil ich sie nämlich sehr mag und sie ansonsten bald dem Aussterben anheimfallen werden (anheimfallen ist auch so ein Fall):

Zimperliese

nichtsdestoweniger

anheimfallen

To be continued.

Meine klangliche absolute Lieblingskomposition ist ja Kuala Lumpur. Ich gebe zu, hier ist die Gefahr des Aussterbens eher gering, aber ich liebe einfach den Klang und darum sage ich das häufiger mal. Einfach so.

Wider Erwarten hat der Elternabend meinen Tag gerettet. Ehrlich, ich habe mich sehr amüsiert. Wahrscheinlich als einzige. Denn ich fand es einfach klasse, wie den bornierten, verwöhnten, altmodischen, überbehütenden Eltern mehr als einmal die Klappe runtergefallen ist bei den Antworten einer Lehrerin, die Tacheles redet. Es tut gut zu beobachten, wie aufgesetztes falsches Grinsen plötzlich erstarrt. ICH fand das dann meinerseits zum Grinsen.

Gut, sie ist wirklich undiplomatisch und manchmal patzig. Aber sie setzt die Leute auf den Topf, sie macht klar, um was es geht: um die Kinder, nicht die Eltern und ihr Wohlbefinden. Und wisst ihr was? Alle Kinder mögen sie :-)

Ich will auf den Arm!

Stattdessen muss ich zum Elternabend.

Wer die Fotos von unserem heutigen Ausflug sieht, der könnte denken, dass wir

a) Schnee gehabt hätten. Dabei waren es nur zwei Zentimeter Puderzucker, die sich quasi schon beim Anschauen in Wasser auflösten.

b) Spaß gehabt hätten. Dabei hatten wir heute Kinder, genauer gesagt ein Kind, dem Nichts, aber auch gar nichts aus seinem Nörgel hinaushalf. Ihm war langweilig, kalt, alle waren böse und unfair zu ihm und er hatte eine Laune, gegen die Doc House wie ein Goldkehlchen wirkt. Den ganzen Tag lang. Boah.

Wenn man dann auch noch gerade dabei ist, die uralten Videobänder von den Kids auf DVD zu sichern und sich immer mal wieder ansieht, wie ungeheuer süß diese kleinen Mäuse im Alter von knapp zwei Jahren waren (und wie schön langsam, still und einfach zu beschäftigen), dann entfleucht dem Miest schon mal ein „komm Schatz, lass uns noch eins machen. So zum Ausgleich“. Wohlweislich verdrängend, dass erstens auch dieses süße Schätzchen irgendwann ein vorpubertärer Giftzwerg wird, ich zweitens nicht mehr dieselben Nerven wie vor zehn Jahren habe und drittens in diesen Zeiten irgendwie auch ganz viel Schlafmangel war.

Aber ich sage Ihnen, so kleine Kerlchen, die sind schon Zucker. Genießen Sie diese Zeit!

sind wir jetzt auch. Gerade haben wir mit Freunden in Spandau und Estland gemeinsam Mario Kart auf der Wii gespielt. Ich finde es total klasse, dass das tatsächlich funktioniert. Und wenn mich jetzt mich alle geschlagen hätten, dann hätte es bestimmt noch mehr Spaß gemacht :-) . Ich muss üben! (Noch jemand Interesse?)

Ein Kind nach einer wirklich, wirklich verhauenen Arbeit wieder aufbauen und motivieren, seine lange und ätzende Hausaufgabe zu machen UND für die nächste Arbeit zu lernen, wenn das Kind eh’ gerade in einer mittleren Herbstdepri steckt, ist nicht lustig.

Und wenn irgendjemand einen Tipp hat, wie ich meinen Kindern beibringe ordentlich zu schreiben (Schrift, Gestaltung, einfach alles ist totales Chaos im Hühnerstall und spiegelt für mich eine Wirrnis der Gedanken) dann wäre ich nicht undankbar. Frau Antonmann, ich hätte Sie gerade gerne hier.

Herzlichen Dank für die Glückwünsche, sind alle angekommen.

Wir haben zwar am Freitag nicht wirklich gefeiert, sind aber am Samstag unerwartet und spontan bei Bekannten versumpft. Sonntag stand im Zeichen des Gartens (und des neuen Wii-Spiels) und heute hat uns der Alltag wieder:

Hausaufgaben mit den Kindern machen, eines meiner Items, dass ganz oben auf der Liste der Dinge steht, die ich NICHT vermissen werde. Motivieren eines Kindes zum Schreiben des Herbstgedichtes mit gefühlten 3000 „mir fällt nichts ein“, „ich weiß nichts“, „ich kann nicht“. Abfragen des Englischgedichtes – ungefähr 1793 mal, dabei etwa 1792 mal die Aussprache von „friend“, „hair“ und „laugh“ korrigieren.

Gegen die leisen Nervenzuckungen tief durchatmen und auf den Kaffee freuen.

Heute wieder einmal praktisch erfahren, was eigentlich theoretisch längst bekannt ist: Wenn man Bilder vom tollen Vollmond am stimmungsvollen Kanal machen möchte, sollte man ein Stativ dabei haben. Dringend.

Und außerdem muss ich mir auch eigene Handstulpen stricken, denn es ist zu kalt für ganz ohne und die Knöpfchen an der Kamera sind zu klein für mit Handschuhe.

Bis Frau Miest das alles ordentlich verinnerlicht und umgesetzt hat verkaufen wir solche Bilder als gewollt emotional und nicht etwa verwackelt…

Sie sehen, es geht mir besser. (Das war ein tolles Wetter heute).

[Und nebenbei: Wer verrät mir bitte noch mal, wie das ging, dass die Bilder beim Draufklicken größer werden? Bittedanke]

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