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in die ich mich mal wieder setze. Wie jedes Jahr werde ich mich auch dieses Jahr wieder anfeinden lassen.
Weil ich nämlich Halloween mag. Weil meine Kinder um die Häuser ziehen – und wohlgemerkt verkleidet sind, ein längeres Gedicht können, in erwachsener Begleitung gehen und nur dort klingeln, wo Kürbisse leuchten. Weil ich genervt bin von den Mitmenschen, die sich aufregen über die „Bettelei“ die doch so amerikanisch sei. Weil es nämlich nicht stimmt. Der Brauch kommt ursprünglich aus Irland, ist von dort in die USA getragen worden. Und bitte, wer mich kennt, der weiß, dass ich beileibe eher kritisch bin bei allem, was amerikanisch ist. Aber ich bin auch kein großer Traditionsmensch. Ich bin bereit, eine neue Sache anzunehmen, die es in meiner Kindheit noch nicht gab (auch wenn ich wahrscheinlich geprägt bin, denn meine Mutter liebte schon immer Charlie Brown und ich kannte den „großen Kürbis“ bevor ich die leiseste Ahnung hatte, was hinter Halloween steckt oder es irgendwer hier feierte). Noch nie habe ich verstanden, warum „das war schon immer so“ ein Argument dafür sein soll, dass etwas gut ist. Man kann Feste und die Art sie zu feiern ändern.
Weil es eigentlich darum ging, die Geister der Verstorbenen, die in der Nacht vor Allerheiligen aus ihren Gräbern auferstehen und zu den Lebenden gehen, zu vertreiben, mit eigenen gruseligen Verkleidungen. Schon allein das wissen heute längst nicht mehr alle, vor allem die nicht, die so gerne schimpfen. (Ja, ich weiß, Sie natürlich schon). Ja, das ist Aberglaube.
Nur – für mich ist jede Religion, wirklich jede, genau so ein Aberglaube, ganz genauso blödsinnig. Vielleicht mag ich deshalb Halloween, weil es ganz offen Spaß an etwas hat, was heute eigentlich niemand mehr wirklich glaubt. Das gibt mir die Hoffnung, dass auch anderer Blödsinn sich irgendwann nur noch als lustiges Ritual darstellt – und dazu steht.
Auch sehe ich immer den Unterschied dieser „Bettelei“ nicht zu den Betteleien, welche die guten Christen dann etwas später so schön und völlig in Ordnung finden. Sei es am Martinstag oder das Dreikönigssingen oder was es da noch alles gibt. Ich bin froh, dass diese Sitten in unserer heidnischen Gegend nicht verbreitet sind, aber trotzdem könnte mir mal jemand erklären, was der Unterschied ist, wenn die Kinder da Lieder singen, an Haustüren klingen und eine Belohnung bekommen. Nur die Art des Aberglaubens oder?
Und meine Kinder, die haben einfach Spaß am Verkleiden, am im Dunkeln rumgehen, am Gedicht lernen und natürlich auch an den Süßigkeiten.
Ja, wir gehen heute abend, denn gruseln tut es mich genug das ganze Jahr über, jetzt sind anderen dran
.
So. Tiefe Nesseln. Stammplatz. Und trotzdem musste es auch dieses Jahr wieder raus.
Und ich stelle diese Umfrage jetzt natürlich nur, um auch mal den tollen roten Button bei wordpress zu testen und zur Hebung der allgemeinen Weisheit. Aus keinem anderen Grund.
(Nebenbei finde ich es blöd, dass ich die Umfrage weder zentriert setzen noch in Schriftart oder Größe ändern kann).
Geben Sie es zu: Hier voten immer die selben Leute immer mal wieder. Bestimmt. Grins.
Das gehört nicht zu meinen üblichen Beschimpfungen; schon allein, weil ich Hexen eigentlich mag. Die historischen, die zu Halloween verkleideten und besonders natürlich die von Mr. Pratchett.
Nur diese eine, die mir ab und an in den Rücken schießt, die kann ich nicht leiden.
Gestern hat sie mich wieder erwischt. Da musste ich zum Glück hauptsächlich im Auto sitzen, was dank Sitzheizung auszuhalten war. Heute ist ein Ferientag und der Miest-Mann muss wieder arbeiten, also gibt es nach ein paar Tagen Urlaub so ein wenig Haushalt zu tun. Eigentlich. Uneigentlich lasse ich den Haushalt und mich größtenteils liegen. Nur einkaufen musste ich eben wirklich ein bißchen. Und trotz kurzem Weg zum Supermarkt und Tragehilfe durch Sohn Nummer eins habe ich mir dringend einen Rollator gewünscht und mir wurde ordentlich warm. Außerdem fühlte ich mich an meine Spätschwangerschaft erinnert, wo ich auch jede Parkbank im Umkreis kannte und keine fünf Minuten ohne Sitzpause laufen konnte.
Und dann habe ich auch noch das Müsli vergessen! Müssen die Zwerge nachher noch mal allein los, ich packe die Tour heute kein zweites Mal.
Jammerposting Ende.
Statt vieler Worte, auf die ich keine Lust habe, gibt es ein paar Bilder vom Kurzurlaub.









Kleines, nicht so schweres Rätsel am Rande: Auf einem Bild sind die Miest-Kinder mit drauf. Findet sie jemand?
Wieso bin ich die einzige
- die es normal findet, nach einem Parkplatz zu suchen, auch wenn der vielleicht ‘ne Querstraße weiter ist und nicht dummdreist in zweiter Reihe alles zuzumachen? (Und nein, das waren heute alles keine Gehbehinderten oder Hochschwangeren)
- in dieser Familie, die diese geniale Paprikasuppe zu schätzen weiß? Na gut, landen die drei Liter eben alle in meinem Bauch
- die meint, dass Radfahrer, die an dunklen Herbstabenden ohne Licht, aber dafür schwarz gekleidet neben dem Radweg auf der Straße fahren, selten dämlich sind? Ich hatte heute vier davon…
- die völlig angenervt davon ist, wenn die Packer im Supermarkt die Gänge vollständig blockieren und dann dastehen und tratschen?
Ehrlich, im muss wohl von einem anderen Planeten kommen. Einem, auf dem Denken gern gesehen und belohnt wird.
Wenn die Kinderzimmer vor präpubertärer Hormontätigkeit stinken wie Pumakäfige und gleichzeitig Vollmond ist, dann ist es eigentlich kein Wunder, dass der Tag war, wie er war.
Gerade unendlich erschöpft, müde und bald nicht mehr wissend, wie wir aus solchen Tagen rauskommen sollen.
Es gibt Verschreiber, die sind einfach nur schön. Wenn zum Beispiel jemand „Enddefekt“ statt „Endeffekt“ schreibt, dann sagt das eigentlich alles…
Wieder einmal ist da eine. Nur sitzt sie diesmal eindeutig innen im Haus. Eigentlich traue ich mich nicht mal runter in die Etage. Aber die Kids brauchen gleich Essen (und wollen rein!) und dann müssen wir alle wieder los (durch die Tür!) und Hilfe ist nicht in Sicht.
Konnte ich nicht eine andere Phobie abgekommen? Gegen Schlangen beispielsweise, oder Traktoren oder Eiswürfel? Irgendwas, das sich besser vermeiden läßt…
HELDEN!
Ich habe Helden-Kinder! Todesmutig und nach anfänglichem „iehhhh“ „ich kann das auch nicht“ haben Sie sich ihrer Aufgaben besonnen und das Tier erschlagen – und sogar weggeputzt, denn nicht mal das kann ich bei so großen Exemplaren. Ich bin sehr, sehr stolz auf und sehr, sehr glücklich über meine Kinder.
(Aber fragen Sie nicht nach meinem Gemütszustand, als das Vieh durch den Flur rasend schnell in meine Richtung kam. Das war jetzt genug Adrenalin für diese Woche…)
- Ich bin gegen die dritte Klassenfahrt in vier Schuljahren. Finde ich einfach nicht nötig, zu teuer und beim gegenwärtigen Umgang der Klasse miteinander auch keine tolle Aussicht für die Kinder.
- Ich habe noch nie das Bedürfnis verspürt, alle Fachlehrer meiner Kinder kennen zu lernen, jedenfalls nicht, solange alles rund läuft. Und unter rund laufen verstehe ich auch ein Gemaule über „der ist so streng“, mal eine schlechtere Note und ein „der ist eben anders als die Lehrer vorher“.
- Ich finde es toll, das die Kinder einen Waldausflug-Tag machen. Nicht so toll finde ich, dass das per Fahrrad sein muss. Soll ja Kinder geben, die tatsächlich keines haben oder nicht gerne fahren. Und der Wald ist wirklich genau vor der Tür der Schule.
- Ich finde es nicht zu viel verlangt von Viertklässlern, einmal in der Woche ihr Sportzeug nach Hause zu tragen und ja, ich finde, es gehört mindestens einmal die Woche gewaschen. Ich war sehr erstaunt, dass man das auch anders sehen kann „einmal im Halbjahr reicht doch“.
Und weil ich das alles auch offen kommuniziere habe ich einen ziemlich eindeutigen Ruf – siehe Überschrift. Aber auch damit kann ich gut leben
.
Ich fasse es gerade gar nicht. Von jetzt auf gleich, also von vor zwei Stunden auf jetzt, krabbeln hier an meinem Fenster nicht weniger als 13 Marienkäfer rum. Ich habe die gerade mal alle vorsichtig rausbugsiert, das Fenster ist nur gekippt – und schwupps, jetzt kann ich schon wieder sechs sehen, die hier fröhlich (wer kann das schon so genau sagen) innen lang spazieren.
Wo kommen die alle her, wo wollen sie hin, was soll ich tun?
Lauter existenzielle Fragen, dargestellt am Marienkäfer.
(Und irgendwie machen sie glücklich, was heute nicht schadet, weil ich so arghl-grummlig bin).


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