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Umgeben von nicht weniger als drei Einschulungsfeiern war endlich der nötige Druck erreicht die Motivation da, die Schulranzen für Montag vorzubereiten.
Ade schöne Ferienzeit.
Also ab und an mal die Kinder woanders parken, weil man was vorhat oder mal 2 Stunden Ruhe braucht – machen wir alle, ist völlig legitim.
Ich finde nur, das Kind selbst anrufen zu lassen, um sowas abzumachen, zeugt doch sehr von der sozialen Kompetenz *hüstel* der Eltern.
Was soll ich sagen? Es war sehr schön, das Bloggen hat mir kaum gefehlt (ich habe ja Reisetagebuch geschrieben), mit 600 habe ich deutlich weniger Fotos gemacht als noch vor zwei Jahren in Tunesien – eine Spiegelreflex schleppt man halt doch nicht immer mit, und die boshaften Beobachtungen kommen jetzt.
Das fängt mit den Sicherheitsbedingen für den Flug an: Meine Holzstrumpfstricknadeln, die bei jeder ernsthaften Berührung zerbrechen, darf ich nicht mit an Bord nehmen – um dann für die Kinder ein Schiffe-versenken-Spiel vom Bordpersonal geschenkt zu bekommen, dem zwei Bleistifte beiliegen, die derart angespitzt sind, dass sie eigentlich Warnschilder bräuchten. Yap, alles klar.
Dann so Pauschalurlauber, ‘ne, da gibt es ja jede Menge Klischees drüber. Lassen Sie sich gesagt sein: Die laufen alle wirklich rum!
Ich meine, es ist ja toll, dass inzwischen wohl so ziemlich jedes Hotel darauf hinweist, dass sie beim Abendessen um angemessene Kleidung bitten und dahinter in Klammern immer steht „lange Hosen für Herren“. Die Herren sind auch selten das Problem.
Vielleicht sollten sie eher mal hinschreiben, dass auch die Damen bitte zu ihre Haut zu mindestens 20 % bedecken müssen. Ehrlich, ich habe hier auf dem Straßenstrich schon mehr (und geschmackvoller) bekleidete Damen gesehen, als dort im Restaurant. Ich könnte mir gut vorstellen, irgendwann einen Bildband darüber herauszubringen, was sich typische Urlauber so unter „angemessener Abendgarderobe“ vorstellen. Schau-der-haft.
Mein absoluter Liebling war Püppi. Püppi war etwa 16, mit ihren Eltern dort, gebaut gespritzt wie eine Barbie und hatte ein Benehmen, das mich mit offenem Mund starren lies. Püppi hatte 13cm hohe Plateusandalen an, auch am Pool. Aber auch ohne diese lief sie nicht, sie schwebte, wobei sich ihre Hüften ca. 50cm nach rechts und links bewegten. Püppi trug einen weißen Bikini, der natürlich nur aus den allernotwendigsten Dreiecken bestand und war die einzige, die ihre Liege nicht immer in den Schatten, sondern immer in die Sonne rückte. Püppi trug auch am Strand 15cm lange Glitzerohrringe und ihr aller-allerwichtigstes Utensil am Pool war ein Kosmetikspiegel von professionellen Ausmaßen. Damit wurde alle halbe Stunde kontrolliert, ob die Sonne noch keine tiefen Falten ins Gesicht gebrannt hatte. Püppi ging auch regelmäßig ins Wasser, nein, sie glitt hinein (alles andere hätte die schlecht blondierten Haare, die bis zur Hüfte reichten durcheinanderwirbeln können), schwamm zwei Bahnen und legte sich wieder hin. Wahrscheinlich hat ihr jemand erzählt, dass Wasser das Sonnenlicht reflektiert und sie so schneller bräunt. Ich glaube, Püppi hatte ungefähr soviel Spaß wie andere Leute beim Steuerberater – richtig braun zu werden ist schließlich harte Arbeit. Am allerschönsten fand ich allerdings die Szene, als Püppi mit ihren Eltern zum Mittagsimbiß ging und vorher ihrer Mutter – die vom gleichen Typ war, die Locken sehr sorgfältig mit Haarspray in Form ziehen musste. Ich meine: Haarspray. Am Pool, um drei Schritte weiter einen Imbiß zu holen. Jau.
Ein sehr erholsamer, wunderschöner und süßer Gegensatz waren zwei ältere Damen, die wir nur die beiden Mrs. Rutherfords nannten – genau wie die beste aller Miss Marples in Aussehen und Benehmen. Beide mindestens 75, vielleicht auch 90 Jahre alt – und mit knallpinken Crogs.
Ansonsten kann ich berichten, dass die Jungs jeder zwei 700-Seiten Fantasy Romane gelesen haben und wir dann für die letzten Tage noch eine bißchen griechische Mythologie nachkaufen mussten, damit sie darüber streiten können, wer nun zuerst in der Odisse (zu sprechen wir Hornisse) weiterlesen darf. (Jemand Interesse an einem Lesezirkel? Die lesen mir die Haare vom Kopf).
Auch schön ist es, wenn man ein Zimmer mit Meerblick hat und abends mit wundervollem Meeresrauschen im Ohr einschlafen kann. Jedenfalls am ersten Abend. Denn danach muss man feststellen, dass dies der einzig freie Abend der Animation des Nachbar(!)hotels war, die jetzt wieder jeden Abend bis Mitternacht derart die Musik aufdrehen und lustige Spielchen machen schreien, dass vom Meer nichts mehr zu hören und an schlafen nicht zu denken ist. Das einzige Glück war, dass sie es in französich taten, wovon ich kein Wort verstehe. Übrigens früher – also so vor vielen, vielen Jahren, liebe Kinder, als es noch zwei Deutschlands gab – da war es ja nie so, dass im Urlaub so viel russisch und artverwandte Sprachen zu hören waren. Das ist mir diesmal extrem aufgefallen. Aber zurück zum Text.
Wenn die dann fertig waren, kamen bestimmt die Gäste, die in ihren sehr laut klatschenden Flip-Flops den ganzen 100m langen Hotelflur langfloppen mussten, um sich dann direkt vor unserer Zimmertür ausgiebig 10 Minuten lang zu verabschieden und leider durch die Animation schon etwas ertaubt waren. Danach verrückten die Leute über uns sämtlich Möbel in ihrem Zimmer – und die müssen da deutlich mehr gehabt haben als wir, solange hätte ich jedenfalls nicht rücken können.
Aber wie gesagt, es war ein sehr schöner Urlaub, den wir uns durch solche Kleinigkeiten nicht vermiesen ließen. (Und wer sagt denn, dass ich an so viel Lästermaterial nicht auch meinen Spaß hätte?).
Zu erwähnen bleibt noch, dass wir außergewöhnliches Glück hatten. Denn das etwas tapsige und unvorsichtige Miest schaffte es am dritten Tag, beim Planschen in Meer ihre Sonnenbrille in der richtigen Glasstärke sich von einer großen Welle von der Nase spülen zu lassen – und Sohn Nummer zwei fand sie nach 10 Minuten wieder! Auch das Kuschelkissen von Sohn Nummer eins, das dieser besitzt seit dem er fünf Wochen alt ist, und das weiß ist, weshalb es mit der weißen Hotelbettwäsche verschwand, tauchte am letzten Tag wieder auf.
Zum Schluß noch eine Frage an die Maus: Wieso fange ich nach dem Sommerurlaub immer im Flieger nach Hause bereits an, die Sonnenbräune abzupellen?





Zurück aus dem Urlaub, von dem ausführlichere Berichte später folgen.
Vielen Dank für die guten Wünsche für die Katze, sie waren sehr nötig, denn wie bereits vorher befürchtet und nach dem Anruf der Tierpension, der mich nicht erreichte, noch viel stärker befürchtet, war es sehr knapp. Mit Mühe und Not, vielen Medikamenten und viel Liebe haben sie sie über die zwei Wochen gepäppelt, aber es ist klar, es geht sehr rapide zu Ende jetzt. Herz und Nieren versagen, sie wird zusehends klappriger und dünner, mag auch nicht mehr fressen. Sie ist 17 Jahre alt, ich werde sie nicht krampfhaft am Leben erhalten, sie darf gehen.
Aber ich bin sehr, sehr dankbar, dass sie hier zuhause sterben wird und ich glaube, sie ist es auch.
bei der Urlauberei, die jetzt ansteht, ist die Unterbringung der Katze.
Die Dame ist 17 Jahre und wird zusehends klappriger und neurotischer. Und jedesmal, wenn wir wegfahren, wird meine Angst ein wenig größer, dass sie ausgerechnet dann stirbt, wenn sie allein und nicht zu Hause ist, sondern höchst unglücklich darüber, dass sie in die Katzenpension muss und sich verlassen, verraten und verkauft fühlt. Ehrlich, ich hätte ein großes Problem damit. Ich möchte sie bitte im Arm halten, wenn sie denn gehen muss und sie rüberstreicheln.
Andererseits denke ich seit vier Jahren, dass es jetzt wahrscheinlich nicht mehr lange dauert und bisher ist sie zäh. Und vier Jahre gar nicht wegfahren hätten Kinder und Mann auch kaum gut gefunden.
Sollten sie also in den nächsten zweieinhalb Wochen Lebensenergie, Kraft und Durchhaltevermögen übrig haben, würden Sie sie dann bitte meiner Katze schicken?
Vielen Dank.

- Die Kinder genießen es, dass in diesem Faulenzerteil der Ferien (und wir sind Profi-Faulenzer, echt jetzt) das Mittagessen öfter mal aus einem Brötchen auf die Hand besteht, dass sie sogar im Garten rumlaufend essen dürfen,
- das Miest freut sich sehr, ganz in der Nähe des Ruderclubs der Kinder ein wirklich feines, kleines Sushi-Restaurant entdeckt zu haben (lieber Miest-Mann, das hast du jetzt nicht gelesen, bei der Macht),
- die Katzen der Nachbarn, die sowieso recht gern hier sind, freuen sich jetzt, da die Nachbarn verreist sind, noch mehr, wenn sie hier ein bißchen Futter, viel Spiel und Streicheleinheiten bekommen.
zu der Frage, die mir gestern gestellt wurde, ob das Wi.i Fit denn auch tatsächlich was für die Fitness täte und nicht nur Körpergewichtverlagerungsspielerei sei: Also ich will es mal so sagen – ich habe das Ding jetzt drei Tage und in meinen Oberschenkel zieht es derart, dass ich die Treppe nur unter leisem Wimmern runter gehe.
Das Treffen mit den Antonmenschen und einigen anderen Berliner Bloggern war sehr, sehr nett.
Wir hatten ein entspannten Nachmittag im Biergarten bei gutem und nicht zu heißem Wetter und insbesondere die Miest-Söhne und der antonmannsche Sohn waren glücklich über den Austausch von Lego-Star-Wars-Insider-Informationen und sonstige gleichartige Interessen – wie z.B. das Plündern der dortigen Zahnstochervorräte. (Streiten tun meine Kinder erst wieder, seit dem wir zu Hause sind).
Fotos habe ich zwar einige gemacht, aber leider keine Blogtauglichen irgendwie.
Nun hoffe ich nur, dass die Antonmenschen einen netten Abend in den Hackeschen Höfen verbringen und vor allem eine genehme Pizza finden, sonst bin ich’s nämlich Schuld, weil ich gesagt habe, sie sollen da abends hingehen – was für eine Verantwortung!
Jedenfalls: Vielen Dank für das Treffen und bitte das nächste Mal wieder
liebe Frau Unterholzbewohner, für den ersten Tag absoluter Ruhe
Wer weiß, wie unsere Morgende hier zu Schulzeiten ablaufen, der kann erahnen, wie unglaublich toll ich es finde, in Ruhe aufzustehen, die Kinder wuseln zu lassen und irgendwann zu sehen, wie sich von allein, freiwillig, gutlaunig und schnell fertig machen.
Und wie erstaunt ich bin, dass es diesen kleinen Quietschern liebreizenden Kindelein tatsächlich möglich ist, sich OHNE zeitlupenhafte Bewegungen, ewige Diskussionen und minutenlanges Gestreite und Verweigern zu waschen und anzuziehen. Kann ich davon bitte was in Dosen packen und für Schultage mitnehmen?


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