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Auf diesen ersten Schultag hätte ich dankend und überhaupt sehr gern verzichten können.

Um es mal positiv  zu formulieren: Es KANN nur noch besser werden.

Für heute jedenfalls möchte ich eigentlich nur noch in eine dunkle Ecke und heulen.

  • ihr Fleisch im Restaurant am Tisch mit einer Schere geschnitten wird, dann sind sie bei einem Koreaner, und zwar einem ziemlich authentischen. Sagt der Miest-Mann, der dieses Jahr in Seoul war. Ist mal ‘ne andere Erfahrung; das Essen war lecker und ich kann sowohl mit Metallstäbchen als auch den Fingern essen, ohne mich unwohl zu fühlen. Allerdings hätte ich es zu schätzen gewußt, wenn die Bedienung wenigstens drei Worte Deutsch gesprochen/verstanden hätte und die Aufforderung auf dem WC, das Toilettenpapier in den Mülleimer zu werfen fand ich auch etwas befremdlich. Aber sonst wiederholenswert.
  • man feststellt, dass man morgen NICHT den Techniker rufen muss, weil es reicht, das Flusensieb der Waschmaschine nach zwei Jahren mal wieder zu säubern, um ihr das Weiterarbeiten zu ermöglichen, dann wird das Schleudern zu einem der schönstmöglichen Geräusche überhaupt und der Miest-Mann sagt Dinge wie: „so klingt eine glückliche kleine Waschmaschine“.

31 Minuten.

Solange ist der beste Freund der Jungs jetzt weg.

Exakt solange hat es gedauert bis zum ersten „mir ist sooooo langweilig“.

Ich weiß nicht, wie das arme Besucherkind es aushält. Aber meine beiden können tatsächlich un-un-ter-bro-chen quatschen. ICH habe das dringende Bedürfnis  nach einer Ohrspülung und ich höre nur einen kleinen Teil des Gesabbels.

Ein Teil des Problems (außer dem nicht Zuhören, der Aufregung und der allgemein plappernden Wesensart) ist, dass sie normalerweise immer mal eine Zeit lang lesen. Hier ein Stündchen, dort ein halbes in denen Ruhe herrscht. Das funktioniert aber mit keinem unserer Besucherkinder. Die sind dann immer sehr irritiert und wissen nicht, was sie machen sollen. Also lassen meine es. Ich frage mich ja nur, was tun andere Kinder, um mal runter zu kommen? Die können doch nicht immer fernsehen. Was machen die, wenn sie nicht lesen, um sich auszuruhen? Um ihren armen Eltern mal Ruhe zu gönnen bzw. dem eigenen Kopf??

(Ja, dies ist ein kleiner Hilferuf. Vorschläge zur Ruhigstellung – im wahrsten Sinne des Wortes – werden gern angenommen).

Drei Neunjährige, die sich sehr gern haben und sich sehr auf die etwa viermal pro Jahr freuen, die sie sich sehen, die haben sich viel zu erzählen (das mit dem „wir hören zu, statt lauter zu reden, damit der andere mich hört, obwohl er selbst redet“ kriegen wir später).

Leider hat unser Haus nicht das, was in einer Makleranzeige mal so nett als maximal distanzierter Kindertrakt beschrieben war. Deshalb brauchen meine Ohren jetzt dringend ‘ne Pause. (Glauben Sie nicht, die Herren hielten jetzt Ruhe. Zum Einschlafen erzählen sie sich Witze…).

Diesmal haben sie fast 48 Stunden Zeit, sich miteinander zu amüsieren. Ich find’s toll, wie toll sie das finden :-) .  Beste Freunde können so ein paar hundert läppische Kilometer nicht trennen.

Für alle StrickerInnen:

Angesteckt von der allgemeinen Begeisterung habe ich mir zwei Sätze der Harmony-Nadelspiele gekauft, in 2,25mm und 2,75mm. Ein Paar Probestrümpfe ergab: Die sind nicht meins. Zu kurz, zu glatt, zu bunt.

Wenn sie jemand möchte tausche ich gerne gegen Nadelspiele in Eben- oder Rosenholz oder Holz-Häkelnadeln.

Vielleicht klappt es ja…

Ansonsten: Zum Wetter steht in allen Blogs schon was, geschneit hat es hier auch. Heute morgen 2 cm in 10 Minuten, jetzt strahlt die Sonne und alles ist geschmolzen, aber die nächste dunkle Wolke kommt.

Ostern war nett, faul, bunt. Irgendwann wird auch wieder mehr gebloggt.

Jetzt muss das neue Spiel ausprobiert werden :-)

Edit: Nadeln werden gegen Wolle getauscht, sind also weg :-)

Popcorngroße Hagelkörner, strahlender Sonnenschein, Regen, Sonne, Schneeschauer, Sturm.

Das nur in den letzten 15 Minuten.

Zu diesem etwas anstrengenden Wetter kommt der erste Ferientag, verreiste beste Freunde, eine Mutter, die nach zwei Stunden tatsächlich die Spielkonsolenzeit für beendet erklärt und was folgt daraus? Richtig: „Mir ist soooooo langweilig.“ Nur gut, dass wir morgen Programm haben und dann der Miest-Mann erst mal auch für vier Tage da ist und dann nächste Woche endlich der geliebte Besuch kommt.

Nur heute ist halt einfach irgendwie „puh“.

Also eine richtige Fotoserie kann ich leider nicht draus machen, denn vor neun Jahren habe ich noch sehr viel weniger, schlechter, unüberlegter fotographiert als heute, so dass ich nur einen Bruchteil der genialen, schönen, komischen Babybilder gemacht habe, die ich heute machen würde (ja, auch das wäre ein Grund, noch einmal schwanger zu werden, aber auch dieser überzeugt den Miest-Mann irgendwie nicht…).

Um noch mal deutlich zu machen, wieso mich schon das Bücherregal-Bild mit einem Kind so viel Nerven gekostet hat:

Er lag da etwa auf 1,50 m Höhe. Nein, er konnte sich noch nicht drehen, neigte auch nicht zu schnellen Seitwärtsbewegungen und ich saß unten davor, während der Miest-Mann knipste, aber trotzdem… (die Nummer vom Jugendamt müssen Sie schon selbst raussuchen).

Irgendwie ist er dann aber anscheinend doch weiter gerobbt:

Überhaupt wird ja das Bügelbrett als sozialer Ort arg unterschätzt

Ist es ein Wunder, dass ich nie zum Bügeln komme? Ist ja immer besetzt, das Equipment…

Hach ja, sehr sentimental das. Denn ist schon richtig, die Rangen waren mal sehr klein. So richtig klein:

Aber das gab sich schnell. Und dann hatte man ab und an so Dopplereffekte

Sowas können andere nur mit Hilfe des Bildbearbeitungsprogramms.

So, Ausflug in die Babywelt beendet.

Die inzwischen sehr großen Rangen verlangen Aufmerksamkeit.

Mit dem Miest-Mann telefonieren, der erzählt, dass es bei ihm schneit. Aus dem Fenster schauen und strahlenden Sonnenschein sehen, in dem fröhliche Kinder spielen.

Wohlgemerkt, der Miest-Mann ist nicht mehr die halbe Welt entfernt, sondern nur etwa 20 km weit weg in Berlin. Tja, ist halt ein anderes Bundesland…

Das Miest ist heute sehr stolz und glücklich, denn die Miestkinder haben beim Lesewettbewerb in der Klasse die Plätze 8 und 11 von 24 möglichen belegt.

Das hört sich ja erst mal nicht so dolle an, nur bitte ich zu bedenken, dass beide Kinder sprachentwicklungsverzögert sind, vier Jahre ununterbrochen in logopädischer Therapie waren, immer noch harte Kämpfe mit ihrer Muttersprache austragen (die sie keineswegs immer gewinnen!) und noch vor 2 Jahren die Diagnose Legasthenie im Raume stand (die sich aber mittlerweile sowas von erledigt hat). Dann relativiert es sich, finde ich.

Wer hier öfter liest, der weiß, dass meine Kinder gerne und viel lesen. Sie gehören tatsächlich zu denen, die enttäuscht sind, wenn ich in der Bücherei war und keine neuen Stapel mitgebracht habe. (Ich kenne Kinder, die gehen nur in die Bücherei, um neue DVDs zu holen. Und die kennen ‘zig Sachen – solange es die als Film gibt. Aber nichts, was nur gedruckt erschienen ist.)

Aber eigentlich ist das auch kein Wunder; nicht nur sind meine da erheblich erblich vorbelastet, nein, wir haben auch frühkindliche Prägung betrieben:

Man kann eben gar nicht früh genug anfangen, Bücherwürmer aus ihnen zu machen… ;-)

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in zwei Sekunden

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